Rohrortung: Wo verläuft meine Abwasserleitung?
Vor dem Anbau, der neuen Terrasse oder wenn ein Schaden gesucht wird: So finden Sie heraus, wo die Leitung liegt – und wann es sich lohnt, auch hineinzuschauen.
Rohrortung – das Wichtigste in Kürze
Bei einer Rohrortung geht es um die Frage, wo eine Leitung liegt und wie tief. Für Abwasserleitungen schieben wir dazu eine Kamera mit Ortungssonde in das Rohr und peilen ihr Signal mit einem Empfänger von oben an; Verlauf und Tiefe markieren wir auf Rasen oder Pflaster. Erste Hinweise finden Sie oft selbst: Schächte, Revisionsöffnungen und alte Pläne. Was im Rohr los ist, zeigt die Kamerainspektion, wo es undicht ist, die Leckageortung. Fischer Kanaltechnik ortet Abwasserleitungen im Raum Bremen/Oldenburg: 01556 / 215 4598.
Fachlich geprüft von Benjamin Fischer, Inhaber von Fischer Kanaltechnik · Stand: Oktober 2026
Was Sie selbst herausfinden können
Ein erster Blick lohnt sich, bevor jemand mit Technik kommt. Folgen Sie den Fallrohren an der Hauswand nach unten: Wo sie im Boden verschwinden, beginnt die Leitung. Auf dem Grundstück, häufig nahe der Grenze zur Straße, liegt meist ein Kontrollschacht mit Deckel. Im Keller sitzen Revisionsöffnungen, verschraubte Deckel direkt an der Leitung. Zwischen diesen Punkten verläuft die Leitung häufig, aber nicht immer, in gerader Linie.
Manchmal gibt es auch Unterlagen. Zu den Bauantragsunterlagen eines Hauses gehört in der Regel ein Entwässerungsplan. Sehen Sie in Ihren eigenen Unterlagen nach oder fragen Sie beim Bauamt nach der Bauakte. Verlassen Sie sich aber nicht blind darauf: Bei älteren Häusern wurde oft umgebaut, ohne dass jemand den Plan nachgetragen hat.
So funktioniert die Ortung mit Sonde
Für Abwasserleitungen ist die Ortung mit einer Sonde im Kamerakopf das übliche Verfahren. So gehen wir vor:
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Zugang finden
Wir brauchen eine Öffnung zur Leitung: einen Schacht, eine Revisionsöffnung oder einen Ablauf, über den wir einfahren können.
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Kamera einschieben
Im Kopf der Rohrkamera sitzt eine Sonde, die ein Signal aussendet. Wir schieben die Kamera Meter für Meter in die Leitung und sehen auf dem Monitor, wo sie gerade ist.
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Von oben anpeilen
Mit einem Empfänger suchen wir das Signal an der Oberfläche. So wissen wir, wo der Kamerakopf liegt und wie tief.
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Markieren
Diesen Punkt markieren wir, schieben die Kamera ein Stück weiter und peilen erneut. Aus den Punkten ergibt sich der Verlauf der Leitung, mit der Tiefe an jeder Markierung.
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Ergebnis
Sie sehen den Verlauf direkt auf dem Grundstück. Die Aufnahmen aus der Leitung schicken wir Ihnen auf Wunsch per E-Mail.
Wo die Ortung an Grenzen stößt
Die Sonde muss in die Leitung hineinkommen. Ist das Rohr vollständig verstopft, spülen wir es zuerst frei. Gibt es keinen Zugang, suchen wir vor Ort nach einer Möglichkeit.
Wie genau die Tiefe angezeigt wird, hängt von der Tiefe selbst und vom Untergrund ab. Wir sagen Ihnen vor Ort, wie sicher eine Markierung ist, damit beim Graben niemand überrascht wird.
Die Ortung mit Sonde funktioniert für Abwasserleitungen, in die wir hineinkommen. Trinkwasser-, Gas- oder Stromleitungen orten wir nicht. Über Leitungen im öffentlichen Bereich geben die Versorger Auskunft.
Wann sich die Kamerabefahrung lohnt
Die Ortung beantwortet, wo die Leitung liegt. Wie es in ihr aussieht, zeigt erst das Bild der Kamera, und weil die Sonde ohnehin im Kamerakopf sitzt, gibt es beides in einem Termin. Eine Kamerabefahrung lohnt sich vor allem, wenn
- Sie anbauen, eine Terrasse oder Garage planen oder einen Baum pflanzen wollen und die Leitung dabei nicht beschädigen möchten,
- Sie ein Haus kaufen und wissen wollen, in welchem Zustand die Grundleitung ist,
- eine Leitung immer wieder verstopft oder sich das Pflaster über ihr absenkt,
- eine Sanierung ansteht und die ausführende Firma wissen muss, wo sie ansetzen soll.
Mehr zu Ablauf und Aufnahmen steht auf der Seite Kamerainspektion.
Rohrortung, Kamerainspektion, Leckageortung: der Unterschied
Rohrortung klärt, wo eine Leitung liegt und wie tief.
Kamerainspektion zeigt, wie die Leitung innen aussieht: Ablagerungen, Wurzeln, Risse, Versatz.
Leckageortung sucht gezielt die Stelle, an der eine Abwasserleitung undicht ist, etwa wenn eine Kellerwand feucht wird oder Pflaster absackt. Mehr unter Leckageortung an Abwasserleitungen.
Dichtheitsprüfung beantwortet, ob ein Leitungsabschnitt insgesamt dicht ist. Mehr unter Dichtheitsprüfung.
In der Praxis greifen die Leistungen ineinander: Bei der Ortung sehen wir die Leitung zugleich von innen, und bei der Leckageortung wird die Schadstelle mit derselben Sonde von oben markiert.
Häufige Fragen
Fragen zur Rohrortung
Wie finde ich heraus, wo meine Abwasserleitung auf dem Grundstück verläuft?
Ein Anfang sind Fallrohre, Schächte und Revisionsöffnungen, dazu ein Entwässerungsplan aus den Bauunterlagen. Sicher wissen Sie es erst nach einer Ortung: Wir schieben eine Kamera mit Sonde in die Leitung und markieren den Verlauf von oben.
Brauchen Sie für die Rohrortung einen Schacht oder eine Revisionsöffnung?
Wir brauchen einen Zugang zur Leitung. Das kann ein Schacht, eine Revisionsöffnung oder ein Ablauf sein. Wissen Sie nicht, wo einer liegt, suchen wir gemeinsam vor Ort.
Wir planen eine Terrasse über der Leitung. Sollten wir sie vorher orten lassen?
Ja, das ist sinnvoll. Mit dem markierten Verlauf weiß die Baufirma, wo sie vorsichtig sein muss, und Sie können überlegen, ob ein Zugang zur Leitung frei bleiben soll. Die Kamera zeigt bei der Gelegenheit, ob die Leitung in einem Zustand ist, den man unter einer neuen Terrasse lassen möchte.
Orten Sie auch Wasser- und Gasleitungen oder Stromkabel?
Nein. Wir orten Abwasserleitungen, in die wir mit Kamera und Sonde hineinkommen. Für Trinkwasser-, Gas- und Stromleitungen braucht es andere Verfahren; über Leitungen im öffentlichen Bereich geben die Versorger Auskunft.
Was ist der Unterschied zwischen Rohrortung und Leckageortung?
Die Rohrortung zeigt, wo eine Leitung liegt. Die Leckageortung sucht die Stelle, an der eine Abwasserleitung undicht ist. Beide arbeiten mit Kamera und Sonde, nur mit einer anderen Frage.
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Leitung orten lassen
Sagen Sie uns, was Sie vorhaben und welche Zugänge Sie kennen. Wir schätzen am Telefon ein, ob eine Ortung reicht oder ob auch die Kamera dabei sein sollte – die Einschätzung kostet nichts.